Samstag, 23. August 2008

Im Zauberbann

Bereits letztes Jahr habe ich mir vorgenommen, ich schreibe ein Buch, ein Buch über mein Leben. Ich habe auch angefangen, doch dann ist so viel passiert, dass einfach keine Zeit für die Fortsetzung war. Heute denke ich, ist der Zeitpunkt gekommen, einige fertige Passagen zu veröffentlichen, vielleicht schreibt sich manches danach von selber. Ich wünsche auf jeden Fall erbauliche Lesemomente. Im Zauberbann erzählt von Wirkung und Ursache, die im Leben so oft eine große Rolle spielen, manchmal mit Paukenschlag, mitunter aber auch ganz leise und unbemerkt die Weichen in eine neue Richtung stellen.

Vorwort
Hier stehe ich nun am Hauptbahnhof von Tübingen. Es ist einer der letzten richtig schönen, warmen Tage des Altweibersommers und zugleich mein letzter Urlaubstag. Du bist ein Glückskind, sage ich leise zu mir selber, ausgerechnet heute ist noch einmal so ein schönes Wetter. An diesem Tag wurden die Weichen für ein neues, aufregendes Leben gestellt. Nur ahnte ich von all dem zu dem Zeitpunkt nichts. Bewaffnet mit meiner Digitalkamera, guter Laune und meiner angeborenen Portion Neugier auf alles Neue überquere ich beschwingt die Straße und überlasse die Marschroute meinen Augen an diesem Tag durch diese quirlige und doch so beschauliche Stadt. Auffallend in Tübingen sind die vielen Fahrräder, geparkt am Bahnhof, an der Neckarbrücke, geschoben und gefahren von groß und klein, alt und jung, ohne Hektik trotz des Gewusels auf den Straßen. Ich habe mir vorgenommen, ganz viele Eindrücke mit nach Hause zu nehmen. Meinen ersten Fotostopp lege ich auch gleich am Epple-Haus in der Nähe vom Bahnhof ein.

Ich taufe es für mich Protesthaus, und das ist es auch, schön bunt mit Graffitis aber auch mit markanten Aussagen besprüht, die zum Nachdenken anregen, z. B. „Kein Mensch ist illegal“ oder „Lu15 bleibt“. Nicht wissend, dass ich mal über dieses Projekt schreiben werde. Doch ich will hier nicht vorgreifen, immer schön der Reihe nach.

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